



Schleiereule | Turmfalke | Dohlen | Mauersegler | Nischenbrüter | Fledermäuse
Natur und Kultur im Einklang
„Dann sprach Gott, der Herr: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht. Und Gott, der Herr, formte aus dem Ackerboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und führte sie dem Menschen zu, um zu sehen, wie er sie benennen würde" (Genesis 2, 18).
Die Tiere sollten dem Menschen eine Hilfe sein und der Mensch sollte den Tieren einen Namen geben. Einen Namen geben bedeutet immer auch Sich-vertraut-machen und Verantwortung übernehmen. Verantwortung für die Tiere des Feldes und die Vögel des Himmels. (Rainer Hagencord, Moraltheologe Berlin)
Lebensraum Glockenturm
Die Kirchen rufen aus Verantwortung für die Schöpfung immer wieder zum Engagement im Umweltschutz auf. Vielen Kirchengemeinden ist aber nicht bekannt, dass sie selbst einen Beitrag zur Erhaltung gefährdeter Tiere und damit zum Natur- und Umweltschutz leisten können. NABU und Kirchen stellen sich mit einer Veröffentlichung der gemeinsamen Verantwortung.
In vielen Städten und Ortschaften sind verwilderte Haustauben zur Plage geworden und verschmutzen Kirchtürme und Dachböden. Eulen, Turmfalken, andere seltene Vogelarten und Fledermäuse hinterlassen auch ihre Spuren. Allerdings weit weniger deutlich und gefährlich.
Im Zuge von Restaurierungen werden als Schutz vor den verwilderten Haustauben in manchen Kirchen die Turm- und Dachöffnungen verschlossen. Neubauten werden damit auch für die zum Teil bedrohten Vogelarten von vornherein unbewohnbar gemacht. Für Schleiereulen und manche Fledermausarten, die sich ganz auf diese Brutplätze eingestellt haben, kann das eine Gefahr für ihr Überleben bedeuten. Doch auch Turmfalken, Seglern, Hausrotschwänzchen und Dohlen, sollten wir Nistplätze an Gebäuden erschließen, damit unsere Städte lebens- und liebenswert bleiben.
Die verwilderten Stadttauben sind oft lästig - vor allem wegen des vielen Kots. Wir wissen aber, daß mancher Kirchturm taubenfrei ist, seitdem dort Turmfalken brüten. Auf keinen Fall dürfen wir mit den Tauben alle anderen Turmbewohner aussperren. Dies muß schon deshalb nicht sein, weil sich Nistmöglichkeiten für Vögel schaffen lassen, die für Tauben nicht zugänglich sind. Öffnungen können so gestaltet werden, daß Fledermäuse, jedoch keine Tauben in Türme und Dachböden einfliegen können. Alle Eingänge wie Dachfenster, Dachluken, Dachgauben und dergleichen eignen sich für diese wichtigen Artenschutzmaßnahmen. Dabei sollten Süd- und Südostseiten bevorzugt werden. Alle Maßnahmen des Artenschutzes können jedoch nur dann erfolgreich sein, wenn auch der entsprechende Lebensraum vorhanden und intakt ist. Artenschutz muß deshalb immer in Verbindung mit Biotopschutz gesehen werden. Die Existenz des für die jeweilige Art notwendigen Biotoptyps ist unerläßlich und Voraussetzung für sinnvollen Artenschutz.
Als Beispiel hierfür kann der im ländlichen Raum häufig auf Kirchendächern nistende Weißstorch gelten, dessen Lebens- und Nahrungsraum durch den Rückgang von Feucht- und Naßwiesen weitgehend verlorenging.
Befund: Stark gefährdet. Starke Bestandsschwankungen durch Witterung und Nahrungsmangel.
Bedrohung: In vielen Dörfern und Städten gibt es heute keine Schleiereulen mehr, Pestizide, Stromleitungen, auch Abschuß und schließlich sogar Marder können ihnen zusetzen.
Schwerwiegender aber noch ist, daß sie immer weniger Brutmöglichkeiten finden.
Die Kirchtürme werden wegen der Verschmutzung - vor allem durch verwilderte Haustauben - verschlossen. Einfluglöcher in Glocken- und Schloßtürmen werden zugemauert. Eulenlöcher werden gar nicht mehr vorgesehen.
Lebensraum: Schleiereulen wohnen bei uns unmittelbar im menschlichen Siedlungsbereich, in Kirchtürmen, Scheunen, Schlössern, Burgen, in Taubenschlägen und auf ruhigen Dachböden. Bruten in Baumhöhlen sind bei uns ganz selten. Wichtig ist, daß Schleiereulen in unmittelbarer Nachbarschaft freie Feld- und Wie-senflächen vorfinden. Dort jagen sie vor allem Mäuse. Geschlossene Wälder mögen sie nicht und auch dort, wo zu lange und zu hoher Schnee liegt, können sie nicht leben.
Ansiedlungsversuche in Gebieten über 600 m in den Höhen der Mittelgebirge oder in den Alpen sind wenig erfolgversprechend.
Ökologische Besonderheiten: Die Hauptbeute der Schleiereulen sind Feldmäuse. In besonders mäusereichen Jahren legen Schleiereulen viele Eier und können viele Junge großziehen. Übrigens ist die Schleiereule beim Brüten an keine Jahreszeit gebunden.
In Mäusejahren kann man im Frühjahr oder im späten Herbst Schleiereulen mit Eiern oder mit Jungen finden. Sie brüten immer dann, wenn es reichlich Feldmäuse oder andere kleine Säuger gibt. In guten Mäusejahren können sie zwei- oder gar dreimal Junge aufziehen, dafür fällt in Jahren, in denen es keine Mäuse gibt, die Brut manchmal ganz aus, und in schneereichen Wintern sterben viele. (Schleiereulen brüten vom ersten Ei an. Da sie aber jeden Tag nur ein Ei legen - manchmal bis zu 10 Stück - sehen die Jungen dann wie die Orgelpfeifen aus.
Erstaunlich ist, daß in guten Mäusejahren trotzdem alle groß werden. Geht aber der Mäusevorrat während der Jungenaufzucht plötzlich zurück, kann es vorkommen, daß die jüngsten, die schwächsten Eulenkinder sterben und an die größeren verfüttert werden.)
Nisträume und Nisthilfen: Dort, wo es noch Schleiereulen gibt, sollte man mit dem Schutz anfangen-oder doch da, wo nachweislich früher Schleiereulen gebrütet haben -, vorausgesetzt allerdings, es schließen sich immer noch ausgedehnte Feldfluren an. Ein Hinweis auf Schleiereulenvorkommen sind weiße Kotflecke an Kirchtürmen und anderen Gebäuden.
Oftmals reicht es, vorhandene Brutplätze zu schützen und zu erhalten. Das bedeutet auch, ehemalige - jetzt aber verschlossene - Nistplätze wieder zu öffnen. Zum Beispiel dadurch, daß Löcher in die Vergitterung geschnitten werden oder die Vergitterung entfernt wird. Dagegen spricht meist die Absicht, auf Kirchtürmen die Glockenstube sauberzuhalten. Einflugöffnungen direkt im Turmhelm oder ein Holzboden über der Glockenstube lösen diese Schwierigkeit. Der Einflug kann in schon vorhandenen Dachluken eingebaut werden. Bei Erneuerungen ist es noch leichter (immer wetterabgewandt, Ost, Süd). Eine dunklere Nistnische sollte mit einer Schicht Torfmull, grobem Sägemehl aus der Sägemühle oder zerfallenem Gewölle als Unterlage für das Gelege bestreut werden. Die Jungeulen können später den ganzen Turmhelm zu Flugübungen benutzen. Auch an anderen, möglichst ruhigen Gebäuden können ähnliche Räume gestaltet werden.
Will man den Schleiereulen bestimmte Bereiche zuweisen, und will man die Tauben kontrollieren können, empfiehlt es sich, Nistkästen anzubringen. Diese Kästen werden von den Tauben fast immer gemieden. Das Innere ist für Tauben zu dunkel.
Man kann Nistkästen selbst bauen oder von einem Schreiner bauen lassen.
Sollen Nistkästen an einer schrägen Wand angebracht werden, ist es besser, sie an Ort und Stelle zubauen, um sie der Dachschräge anpassen zu können.
Der Nistkasten muß nicht unbedingt direkt hinter dem Einschlupfloch angebracht werden. Er kann auch seitlich versetzt sein; es muß dann ein Zuführkanal von zirka 20 x 20 cm zum Schlupfloch führen. Das Brett zur Abdunkelung entfällt natürlich in diesem Fall. Als Einstreu in den Schleiereulenkasten werden die oben aufgeführten Materialien verwendet.
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Turmfalke - Vogel des Jahres
Befund: Häufigste Greifvogelart. Starke Bejagung der Rabenkrähen soll gebietsweise zu Nistplatzmangel geführt haben. Bedrohung: Nicht unmittelbar bedroht. Schädigend aber kann sich die Belastung mit Pestiziden auswirken. Gelegentlich werden Turmfalken gesetzeswidrig ausgehorstet.
Lebensraum: In fast jeder Landschaft kommt der Turmfalke vor, in offenen Wäldern, auf Ackerland, in Dörfern, am Stadtrand und sogar in großen Städten. Was er braucht, ist offene Landschaft, um dort jagen zu können. Seine Hauptnahrung sind Mäuse. Turmfalken bauen keine Nester. Sie nisten in Felsnischen, an Kirchen und Türmen oder in Krähennestern. Offene Nistkästen, aber auch künstliche Horste werden angenommen.
Nisträume und Nisthilfen: Für Turmfalken reicht eine Nisthilfe mit den Ausmaßen 540 x 350 x 300 mm voll-kommen aus. Der Nistkasten kann aber auch die Form des Schleiereulenkastens haben. Ein Brett zur Abdunkelung darf dann jedoch nicht angebracht werden. Als Einstreu werden am besten mittlere oder feine Hobelspäne verwendet.
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Befund: Gebietsweise rückläufig, sowohl im Siedlungsraum als auch in Wäldern.
Bedrohung: Brüten Dohlen in Gebäuden, werden sie bei Renovierungen nicht selten ausgeschlossen. Oft sind moderne Gebäude ohne Nischen auch unbewohnbar. Auch, wo in Wäldern und Parkanlagen die Altholzbestände abnehmen, findet der Großhöhlenbewohner Dohle keine Nistplätze mehr.
Lebensraum: Kulturland mit alten Bäumen, Altholzbestände, Felsküsten und
Felsen - aber auch in Städten und Steinbrüchen. Wie auch andere Krähenvögel
nutzen Dohlen vielerlei Nahrung.
Nisträume und Nisthilfen: Als Nisthilfe für Dohlen ist der Turmfalkennistkasten
geeignet. Die Vorderfront dieses Nistkastens sollte aber bis auf eine im oberen Bereich der Vorderwand liegende Öffnung von 80 mm Durchmesser geschlossen sein. Es genügen jedoch auch Mauernischen von 250 x 250 x 250 mm. Diese Nischen muß man von innen öffnen können, zum Beispiel durch den Einbau eines Kaminputztürchens, damit sie auf Taubenbruten kontrolliert werden können. Leichter ist es, wenn diese Kontrollfenster ohne Verschluß bleiben. Haben sich aber erst einmal Dohlen angesiedelt, werden Tauben aus dem Nistbereich verdrängt. Es ist von Vorteil, für Dohlen immer mehrere Nisthilfen anzubieten, da diese Tiere gern gesellig brüten.
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Befund: Der Mauersegler steht noch nicht auf der Roten Liste der bedrohten Tiere, aber die Nistmöglichkeiten für ihn werden weniger.
Bedrohung: Moderne Bauten, die fugenlos aus Beton errichtet wurden, bieten
Seglern keinen Unterschlupf. Noch sind Mauersegler zwar nicht bedroht, doch
wenn wir unsere Städte wieder menschlicher machen wollen, sollten wir auch für Mauersegler Nistmöglichkeiten schaffen.
Ökologische Besonderheiten: Kaum ein anderer Vogel ist so an das Leben in der Luft angepaßt, wie Mauersegler es sind. Sie haben Mühe, vom Boden aufzufliegen. Sie jagen nur Fluginsekten in der Luft, und sie sollen sogar in der Luft übernachten können.
Lebensraum: Mauersegler zeigen eine ähnliche Bindung an menschliche Siedlungen wie Hausschwalben. Sie nisten in Kirchen, in großen und kleinen Häusern, und gelegentlich auch in Starenkästen, die irgendwo an einem Baum hängen. Das Nest befindet sich gewöhnlich unter Ziegeln oder Steinplatten von Hausdächern oder in Nischen der Dachstühle und in Mauerlücken; aber sie gehen auch in Nistkästen, die unmittelbar an den Gebäuden hängen. Einstmals haben sie in Felsen gebrütet, aber aus neuer Zeit sind nur wenige Felsbruten bekannt.
Heute sind menschliche Siedlungen der hauptsächliche Lebensraum der Mauersegler. Sie leben in Einzelhöfen, Weilern, Dörfern, vor allem aber in Städten.
Nisträume und Nisthilfen: Da, wo in Dächern und Betonmauern keine Brutnischen vorhanden sind, können wir an den Außenwänden möglichst hoch unter dem Dachvorsprung Nistkästen anbringen. Ist der Dachboden erreichbar, bringen wir die Kästen unter dem Dach an oder unmittelbar hinter den Einfluglöchern. Wichtig ist, daß die Mauersegler gut zufliegen können.
Bei Neubauten kann man Niststeine verwenden, die bereits in der Bauphase in das Mauerwerk eingefügt werden.
Auch Mauerseglern sollten immer mehrere Nisthilfen angeboten werden, da diese Tiere gesellig brüten. Die Mauerseglernistkästen können natürlich auch innen angebracht werden. In diesem Fall muß eine Maueröffnung von der Größe der Einschlupföffnung des Nistkastens hergestellt werden. Rauhputz im Bereich der Maueröffnung erleichtert das Einschlüpfen. Bei dieser Anbringung lassen sich die Kästen besser kontrollieren.
Es reicht auch, wenn Mauersegler die Möglichkeit geboten wird, unter dem Dach
trauf den Dachraum zu erreichen. Die Nistkästen sollen an Gebäuden möglichst
hoch unter dem Dach angebracht werden. Doch werden auch niedriger hängende Kästen angenommen. Übrigens lassen sich bei Neubauten auch fertige Niststeine einbauen.
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Befund: Bachstelze und Hausrotschwanz wählen Kirchen als Ersatzlebensraum.
Sie legen ihre Nester in Nischen an. Sie sind zwar nicht akut bedroht, sollten aber trotzdem in unserem Siedlungsraum Heimatrecht behalten.
Lebensraum: Offenes Gelände, in Ortschaften, oft in Steinbrüchen und im Gebirge, gern in der Umgebung von Viehhütten.
Nisträume und Nisthilfen: Bachstelzen und Rotschwänze können an Kirchen ebenfalls angesiedelt werden. Für Bachstelzen und Rotschwänze ist ein Nischenbrüter Nistkasten (Halbhöhle) das Richtige.
Im allgemeinen ist eine Nistkastenkontrolle im Herbst ausreichend. Dabei sollte das alte Nest entfernt werden, damit der Nistkasten von den Vögeln im folgenden Jahr wieder benutzt werden kann. Bei Nischenbrütern ist dies sogar unerläßlich.
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Befund: Fledermäuse sind in ganz Europa außerordentlich stark in ihrem Bestand gefährdet. Bedrohung: Durch die Zerstörung der Quartiere, durch Insektengifte, die die Fledermäuse über die Nahrung aufnehmen, durch Töten der Tiere und oft auch aus Unachtsamkeit werden die Fledermauskolonien absichtlich und unabsichtlich zerstört.
Lebensraum: Dabei sind Fledermäuse nützliche Tiere.
Als Insektenfresser vertilgen sie große Mengen von Insekten. Im Sommer beziehen sie Quartiere u. a. in Dachstühlen, Baumhöhlen, hinter Fensterläden. Dort bringen die Fledermaus-weibchen auch ihre Jungen zur Welt. Fledermäuse bekommen pro Jahr meist nur 1 Junges, das sie 6-8 Wochen säugen (Fledermäuse sind Säugetiere). Den Winter verbringen unsere Fledermäuse in frostsicheren Höhlen, Stollen, Baumhöhlen oder Kellerräumen.
Schutz: Die Hangplätze der Fledermäuse müssen erhalten werden! Hangplätze sind daran zu erkennen, daß Fledermauskot (schwarze, 1-2 cm lange „Würstchen" aus Insektenresten) unter den Plätzen liegt, und die Balken oft schwarz gefärbt sind.
Die Einflugöffnungen müssen belassen werden! Offene Lüftungsrohre, Lüftungsziegel ohne Sieb, Dachluken oder Dachfenster offenlassen! Störungen auf jeden Fall vermeiden! Fledermäuse hängen meist ab Anfang April bis Mitte September in den Sommerquartieren (zum Beispiel im Dachstuhl oder Glockenturm). Ruhe brauchen die Tiere im Dachstuhl vor allem in der Zeit der Jungenaufzucht von Mai bis Ende August.
Renovierungsarbeiten und Umbaumaßnahmen sind, wenn möglich, in die Jahreszeit zu legen, in der die Tiere nicht im Sommerquartier sind (Anfang Oktober bis Ende März). Vereinzelt überwintern Fledermäuse auch im Sommerquartier. Es gilt, auf diese Tiere Rücksicht zu nehmen! Umsiedlungsaktionen sind meist ohne Erfolg, da Fledermäuse (wie Schwalben zum Beispiel) „wohnortstreu" sind. Deshalb
sollten -wenn nicht anders möglich- die Hangplätze der Fledermäuse bei Arbeiten im Dachstuhl mit Planen abgetrennt werden (Einfluglöcher belassen). Müssen Dachbalken oder Latten erneuert werden, sollte - wenn möglich - das Heißluftver- fahren angewandt werden. Wenn Holzschutzmittel unbedingt notwendig sind, dürfen nur Mittel ohne Lindan, Dieldrin oder Pentachlorphenol (beziehungsweise
andere PCB's) verwendet werden (eventuell Mittel auf Permethrin-Basis nehmen).
Nisträume und Nisthilfen: Sind im Dachstuhl keine Einflugmöglichkeiten vorhanden, können Lüftungsziegel ohne „Sieb" eingebaut werden (für jeden Ziegeltyp erhältlich). Es sollten nur Dachreiter eingebaut werden, die an den Enden offen sind. Vergitterungen (gegen Tauben) sollten im oberen Bereich einen Spalt von 2-3 cm offenbleiben.
Starke Zugluft sollte im Dachstuhl vermieden werden. Fledermäuse bevorzugen im Normalfall dunkle, ruhige, zugluftfreie Dachstühle.
Bei Schalläden sollte ein Schlitz von 2-2,5 cm Höhe (mindestens 6 cm oder beliebig breit) belassen werden (ab 3 cm Höhe können Tauben eindringen). An Außenwänden können sogenannte Flachkästen als Sommerquartiermöglichkeit angebracht werden (siehe Zeichnung). Als Baumaterial werden unbehandelte Holzbretter von 24 mm Stärke verwendet. Die Fledermäuse müssen sich am Holz anhängen können, aus diesem Grund müssen die Bretter an den Innenseiten sägerauh bleiben. Da Fledermäuse sehr empfindlich gegen Zugluft sind, müssen die Kästen genau bearbeitet sein. Die Außenseiten der Kästen können mit den am Bau verwendeten Materialien verblendet werden. Oftmals ist es ausreichend, in Fassadenverkleidungen einen kleinen Schlitz von 2-2,5 cm Höhe und einer Breite von mindestens 6 cm zu belassen. Es sollte hierbei zwischen Wand und Fassadenverkleidung ein Mindestraum entstehen, der dem Flachkasten entspricht.
In einer schrägen Fläche (zum Beispiel Dach) können größere Öffnungen angebracht werden, da Tauben dort nicht landen können.
Unter Hangplätzen kann man eine Plastikplane ausbreiten, damit der Kot (guter Dünger wie Guano) einfacher abgesammelt werden kann.
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Vögel als Kirchgänger (PDF)








