



Ein Glockenexperte schildert seine Passion und seine Zeit Eine neue CD mit den Glocken der Protestationsgedächtniskirche in Speyer zum 100. Geburtstag von Theo Fehn. Der in Speyer geborene Theologe gilt bis heute als einer der kompetentesten Glockensachverständiger der Nachkriegszeit. Als kritischer Beobachter und Berater der Kirchengemeinden und Gießerein setzte er mit diesen viele Ideen zur Verbesserung von Klang und Qualität der Glocken in die Praxis um. Am 24. August wäre Pfarrer Theo Fehn, von 1948 bis 1984 Glocken-sachverständiger der Ev. Kirche der Pfalz, 100 Jahre alt geworden. Als Glockensachverständiger war Theo Fehn weit über die Grenzen seiner Landeskirche hinaus bekannt. Er entwickelte Ideen zur Verbesserung des Glockenklanges, zur Weiterentwicklung der Glockenrippen und neuen Klöppelformen. Seine Pionierarbeit für die Glockenlandschaft der Pfalz, wirkt im Deutschen Glockenwesen und in seinen Nachfolgern weiter. In der Protestationsgedächtniskirche in Speyer läutet dank Fehns Ideenreichtum eines der schönsten Geläute Deutschlands. Zu seinem 100. Geburtstag erscheint eine CD, die in historischen Aufnahmen auch das Geläut aus dem Jahre 1900 erklingen lässt. Das 28-seitige Booklet erläutert Bild und Wort, wie Theo Fehn mit Enthusiasmus für viele Probleme eine Lösung fand, um im Jahre 1959 „sein“ neues 8-stimmiges Geläut bei der Glockengießerei Bachert in Karlsruhe gießen zu lassen. Es gilt in der Fachwelt aufgrund seiner Tonreinheit, seiner machtvollen, weittragenden und doch milden Klangentfaltung als eines der schönsten Deutschen Großgeläute. (Prof. Otto Böcher) Die Glocken des neuen Geläuts sind einzeln und in verschiedenen Geläutemotiven zu hören. Vom Hochzeitsgeläut über Trauerklänge bis hin zum feierlichen Vollgeläut an Sonn- und Feiertagen. Bestellungen: Gertrud Fehn, Rückgasse 17, D-67281 Kirchheim a. d. Weinstr. E-mail: gertrud.fehn@lotte-herbst.de
Theo Fehn:

Telefon 06359-3475 - Telefax 0635983984
und beim
ferment Ausgabe 4, 2009
"Heiliger Bimbam?"
Die vorliegende Ausgabe von „ferment“ zum Thema "Glocken" öffnet den Blick in einen faszinierenden Kosmos der 5000-jährigen Kulturgeschichte der Glocke, eines Kulturgutes, das über Generationen hinweg gemeinschafts- und idendtitätsstiftend war. "Ferment" stellt die Frage, warum viele Zeitgenossinnen und Zeitgenossen Glocken nur noch als Lärmquelle und nicht mehr als Musikinstrument wahrnehmen.
Eine sehr schöne Ausgabe von "ferment" mit gewohnt kunstvoll gestalteten, wundervollen Fotos von Sabine Braun über die Glocken im St.Galler Dom und Berner Münster.
Mit Beiträgen von Pater Adrian Willi, Almut Haneberg, Hans Jürg Gnehm, Andreas Baumeister, Vreni Merz und Hans-Beat Flückiger.
MINIPOST September 2009
Wie eine Glocke gegossen wird
Eine Reportage für Jugendliche über das Formen und Gießen von Glocken mit Kurt Kramer
In der Glockengießerei raucht und qualmt es. Der Glockengießer begrüßt uns und beginnt gleich zur erklären, wie eine Lehmform entsteht. »Nehmen wir drei unterschiedlich große Blumentöpfe. Der Kleinste, auf den Kopf gestellt, wäre der Kern, der zweite Blumentopf die so genannte falsche Glocke und der dritte Blumentopf ...«
Na, wie das wohl weitergeht? Die Reportage liefert die Auflösung um das Geheimnis der Blumentöpfe und um staunend leuchtende Gesichter im Schein lodernder Flammen.


Die Glocken der Protestationsgedächtniskirche zu Speyer fügen sich gemeinsam mit dem Dom, in die harmonische Glockensymphonie der Stadt Speyer ein. Tonfolge: f° - as° - c' - es' - f' - as' - b' - c''

Ferment, Ausgabe 4, 2009

MINIPOST September 2009