Restaurieren ausgeschlagener Glocken
    Aufbauend auf die langjährige Erfahrung im Schweißen von gesprungenen Glocken, entwickelte die Firma Hans Lachenmeyer 1951 auf Anregung der amtl. Sachverständigen das Patent Nr. 891348 zur Restaurierung ausgeschlagener  Glocken.

    Hierbei werden die am Schlagring der Glocke oft stark ausgeschlagenen Klöppelschlagstellen durch Aufschweißen von neuem Metall wieder auf die ursprüngliche Stärke gebracht.
    Das Verfahren bringt folgende Vorteile:
     

    1. der durch den ausschlagenden Schlagring stark geschwächte Glockenkörper wird durch das Aufschweißen wieder neuwertig.
    2. die durch die lange Benutzung in alten Glocken entstandenen Materialspannungen, die trotz Drehen der Glocken zu neuem Anschlag oft zu Rissen führen, werden durch die thermische Verjüngung des ganzen Metalles abgebaut.
    3. da stark ausschlagende Glocken im Ton gesunken sind, wird durch das Aufschweissen des Schlagringes der ursprüngliche Ton wieder hergestellt. (Dies ist vor allem wichtig, wenn zu alten Glocken neue hinzugegossen werden sollen).
Gewissenhafte Untersuchungen haben bestätigt, daß auch die Vibration um ca. 30% gesteigert wird. Ganz abgesehen davon, daß bei einer so erneuerten Glocke die Klangstärke wächst.
 
 
Glocke mit ausgeschlagenem Schlagring
 
Detail des Schlagrings 
 

 
Durch rechtzeitiges Aufschweißen der 
ausgeschlagenen Schlagringstellen 
kann größerem Schaden (Riß) vorgebeugt werden.

 Aus dem Merkblatt des Beratungsausschusses für das Deutsche Glockenwesen:
"Die Schädigung am Schlagring darf keinesfalls mehr als 10% betragen.
Das Aufschweißen der Schadstellen ist bei diesem Schädigungsgrad dringend angezeigt."